Jörg Blöming

Die Haltung von Sikawild in Wildgehegen und Wildparks in Nordrhein-Westfalen soll auch künftig möglich bleiben, auch im Kreis Soest. Dafür setzt sich die CDU-Fraktion im Landtag mit einem entsprechenden Antrag ein. Hintergrund ist die Einstufung des Sikawilds als invasive Art durch die Europäische Union, wodurch die Haltung der Tiere langfristig auslaufen würde. Nach Ansicht des heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Blöming würde dies zahlreiche Wildgehege und Wildparks vor große Herausforderungen stellen und bewährte Angebote der Umweltbildung, wie etwa im Naturerlebnis Bilsteintal in Warstein oder im Wildpark Möhnesee-Völlinghausen, gefährden. Entsprechend unterstützt er den Vorstoß.

„Wildgehege und Wildparks leisten einen wichtigen Beitrag zur Natur- und Umweltbildung. Gerade Familien, Kinder und Schulklassen erhalten dort die Möglichkeit, Tiere hautnah zu erleben und mehr über unsere Natur zu lernen. Deshalb halte ich es für wichtig, bestehende Einrichtungen nicht unnötig zu belasten, sondern ihnen eine verlässliche Zukunftsperspektive zu geben“, erklärt Jörg Blöming. „Wir brauchen praxistaugliche Lösungen, die den Anforderungen des Naturschutzes gerecht werden und gleichzeitig den Fortbestand etablierter Einrichtungen ermöglichen.“

Neben ihrer Bedeutung für Wildparks und Wildgehege sind die Tiere für viele Besucherinnen und Besucher ein fester Bestandteil des Angebots. Mit ihrem Antrag möchte die CDU-Fraktion erreichen, dass die rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um eine unionsrechtliche Ausnahmegenehmigung für die weitere Haltung von Sikawild in Gehegen zu erwirken. Darüber hinaus sollen praktikable und tierschutzgerechte Regelungen erreicht werden. Für Wildgehege im Kreis Soest und in ganz NRW wäre dies ein wichtiges Signal, um bewährte Bildungs- und Freizeitangebote dauerhaft zu sichern und den Menschen auch künftig Naturerlebnisse in ihrer Heimat zu ermöglichen.