Jörg Blöming

CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Blöming:

„Über 400.000 Euro für Naturschutzgebiet im Talsystem der Pöppelsche“

Förderbescheid vom Land Nordrhein-Westfalen für neues Besucherkonzept liegt vor
Das Talsystem der Pöppelsche hat auf die erholungssuchende Bevölkerung schon immer eine sehr starke Anziehungskraft ausgeübt. Das Naherholungsgebiet wird nicht nur von der örtlichen Bevölkerung, sondern auch von Besuchern über die Stadtgrenzen hinaus genutzt. Aufgrund dessen gab es insbesondere in den letzten Jahren vermehrt schädliche Aktivitäten wie Motocross, wildes Lagern, freilaufende Hunde, Mountainbiking, Klettern in alten Steinbrüchen sowie Müllbeseitigung aller Art. Hinweisschilder werden jedoch häufig ignoriert und eine ständige Präsenz durch die Ordnungsbehörden ist nicht möglich.

Aus diesem Grund hat der Kreis Soest in Abstimmung mit der Stadt Erwitte begonnen mit der Biologischen Station ABU für das gesamte Naturschutzgebiet ein Besucherlenkungskonzept zu erarbeiten, das zahlreiche Lösungsvorschläge für die Vereinbarkeit des Flächen- und Artenschutzes mit der stillen Erholung vereinbart, welche im Pöppelschetal weiterhin naturverträglich stattfinden soll. Nachdem im vergangenen Sommer der konzeptionelle Rahmen zwischen Kreis, Stadt und ABU erörtert wurde, hat der Kreis Soest für die Umsetzung des Besucherkonzepts für das Naturschutzgebiet einen Antrag auf Mittel aus dem Förderprogramm „Grüne Infrastruktur REACT EU“ beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gestellt. Dessen Ziel ist es, grüne Infrastruktur zu entwickeln, zu erhalten und zu verbessern sowie naturtouristische Angebote in Nordrhein-Westfalen zu schaffen.

Zu dem kürzlich erhaltenen Förderbescheid gratuliert der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming aus Erwitte:
„Das Talsystem der Pöppelsche ist nicht nur ein wunderschönes Naturschutzgebiet sondern auch eine wichtige Naherholungsstätte in unserer Heimat. Ich freue mich daher sehr zu der erfolgreichen Förderung gratulieren zu können. Durch die Förderung kann sichergestellt werden, dass das Naturschutzgebiet auch in Zukunft von der Bevölkerung genutzt und zeitgleich die Flächen- und Artenvielfalt ausreichend geschützt werden können.“
„Für eine bessere Vereinbarkeit des Naturschutzes mit der stillen Erholung im Pöppelschetal sind verschiedene Maßnahmen geplant. Zum einen die gezielte Besucherlenkung durch Vorgabe eines geordneten Wegesystems und dem Rückbau von Wegen sowie die Installation einer erläuternden Beschilderung. Zum anderen wird ein Hauptaugenmerk auf die Sicherung und Steigerung der Biodiversität durch die Abzäunung wertvoller Grünlandbereiche gelegt,“ erklärt der Erwitter Bürgermeister Hendrik Henneböhl.

Hierfür sollen unter anderem neue Infotafeln und Sitzbänke, sowie Sperrpoller, definierte Zugänge und ein neuer Wegeverlauf umgesetzt werden. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf eine Gesamtsumme von 412.209 €, die über das Förderprojekt zu 100% finanziert wird.

Hintergrund:
Das Projektgebiet erstreckt sich im Norden von der B1, im Osten der Ortschaft Eikeloh ca.
2km in südliche Richtung. Insgesamt ist das Projektgebiet 21ha groß.