Jörg Blöming

„Seit dem Anfang Juni 2023 ist die 10. Nachhaltigkeitsanleihe des Landes an der Börse in Düsseldorf notiert. Sie hat ein Volumen von zwei Milliarden Euro und eine Laufzeit von zehn Jahren. Die Anleihe dient der Finanzierung von mehr als 50 sozialen und ökologischen Projekten, die einen Beitrag zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung leisten, und richtet sich insbesondere an Anleger, die ihr Geld nachhaltig investieren möchten. Auch für entsprechende Anleger aus unserer Region dürfte diese Anleihe interessant sein.

Inhaltliche Schwerpunkte liegen bei den Themen Bildung, Forschung & Infrastruktur sowie erneuerbare Energien. So werden mit der Anleihe u.a. die Beitragsfreiheit der letzten beiden KiTa-Jahre und Angebote zur Sprachförderung finanziert und damit eine optimale Vorbereitung der Kinder auf die Schule ermöglicht. Auch der präventive Hochwasserschutz oder die Wiederaufforstung von Wäldern gehören zu den durch die Anleihe finanzierten Projekten. Weitere Mittel fließen in die Verbesserung der Lehr- und Studienqualität an den Hochschulen und die Sozialarbeit an den Schulen. Auch der Ausbau von Fotovoltaik wird stark gefördert um die Energieimportabhängigkeit zu reduzieren und den Strukturwandel zu unterstützen,“ darauf weist der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming als Mitglied des Haushalts-  und Finanzausschusses des Landtags hin.

Hintergrund:

Anders als konventionelle Anleihen, die der Finanzierung des allgemeinen Landeshaushalts zugutekommen, sind die Nachhaltigkeitsanleihen projektbezogen und dienen somit der Finanzierung ganz bestimmter nachhaltiger Vorhaben. Mit den Nachhaltigkeitsanleihen wendet sich das Land gezielt an Investoren, die besonderen Wert auf eine Geldanlage in langfristig förderungswürdige und nachhaltige Projekte legen wie zum Beispiel Maßnahmen zur beruflichen Integration von Menschen mit Behinderungen wie Werkstätten für behinderte Menschen oder die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen in Inklusionsunternehmen. Diese Investitionsentscheidungen unterstützt das Land, indem es bei seinen Nachhaltigkeitsanleihen Wert auf ein besonderes hohes Maß an Transparenz legt. Wie im vergangenen Jahr legte das Land detailliert dar, inwieweit die geförderten ökologischen Projekte der neuen EU Taxonomie Verordnung gerecht werden.

Das Wuppertal Institut berechnete wie in den vorherigen Jahren die positiven Auswirkungen, die mit der im vergangenen Jahr emittierten 9. Nachhaltigkeitsanleihe erzielt wurden. So konnten mit dieser Anleihe unter anderem mehr als 147.000 Breitbandinternetanschlüsse gefördert werden, 20 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem Ausland zurückgewonnen und eine Forschungsgruppe aufgebaut werden oder ein Beitrag zum Bau von 111 km Radwegen geleistet werden. Insgesamt konnten mit den Projekten der 9. Nachhaltigkeitsanleihe 26.600 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden – das entspricht 7.600 zusätzlich gepflanzten Bäumen. Mit allen bisherigen Nachhaltigkeitsanleihen konnten insgesamt mehr als 2,2 Millionen Tonnen CO2 während der gesamten Laufzeit der Projekte eingespart werden.

Das Land Nordrhein-Westfalen emittiert seit 2015 erfolgreich Nachhaltigkeitsanleihen und ist Vorreiter in diesem Segment. Diese Position verteidigt es durch kontinuierliche Verbesserungen seiner Nachhaltigkeitsanleihen. Bisher wurden zehn Nachhaltigkeitsanleihen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 22 Milliarden Euro begeben. Die Nachhaltigkeitsanleihen des Landes stoßen auf außerordentlich positive Resonanz. So wurde das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Umfragen durch die internationale Fachzeitschrift „GlobalCapital“ von Marktteilnehmern weltweit in den Jahren 2017, 2019, 2021 und 2022 zur besten regionalen staatlichen Emittentin von grünen/SRI-Anleihen (Socially Responsible Investment) gewählt und entsprechend ausgezeichnet.

 

 

 

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