Die anhaltende Hitzewelle der vergangenen Tage zeigt deutlich, wie dringend die Städte in unserer Heimat widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels werden müssen. Jetzt gibt es gute Nachrichten für die Stadt Lippstadt: Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt im Rahmen des Förderprogramms „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ den Bau eines Parkhauses, dessen Fassade begrünt wird. Die begrünte Fassade trägt gezielt zur Abkühlung des Stadtklimas bei. Die Pflanzen spenden Schatten, kühlen die Umgebung durch Verdunstung und steigern die Aufenthaltsqualität im angrenzenden Quartier. Das Lippstädter Projekt ist eines von insgesamt 19 Vorhaben in Nordrhein-Westfalen, das sich im Wettbewerb zur kommunalen Klimaanpassung durchsetzen konnte. Aus 42 Bewerbungen wurden 19 Projekte ausgewählt, die insgesamt 23,9 Millionen Euro erhalten.
„Klimaanpassung ist eine zentrale Zukunftsaufgabe und unsere Städte und Gemeinden im Kreis Soest leisten bereits heute viel, um sich vor den Folgen des Klimawandels zu schützen“, betont der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming. „Ich freue mich besonders, dass das Land Nordrhein-Westfalen nun auch ein Projekt aus unserer Heimat fördert. Dieses Engagement zeigt, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen und den Herausforderungen der kommenden Jahre aktiv begegnen.“
Mit der Förderung des Lippstädter Projekts setzt das Land Nordrhein-Westfalen seine langjährige Unterstützung für kommunale Klimaanpassungsmaßnahmen fort. Zwischen 2020 und 2026 wurden rund 200 Millionen Euro bereitgestellt, um lokale Projekte wie die Entsiegelung von Flächen oder Dachbegrünung zu unterstützen. Der Förderaufruf „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ ist Teil des EFRE/JTF-Programms 2021-2027 und zählt zu den größten Förderangeboten für kommunale Klimaanpassung. Das Lippstädter Vorhaben zeigt beispielhaft, wie Gebäude aktiv zur Abkühlung von Städten beitragen können und wie innovative Architektur mit nachhaltiger Stadtentwicklung verbunden ist.
Zum Hintergrund:
Im EFRE/JTF‑Programm NRW 2021–2027 stehen insgesamt 1,9 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Just Transition Fund (JTF) für nachhaltige, innovative und zukunftsweisende Projekte zur Verfügung. Ergänzt wird dies durch eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Eigenanteile der Projektträger. Gefördert werden Vorhaben aus den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit.
